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Der Jägersteig im Urdonautal

Aktualisiert: Mai 25

Etwas südlich von Dollnstein befindet sich im Urdonautal der sogenannte Jägersteig. Dieser ist neben Felsensteig und Oberlandsteig der dritte Steig in diesem Tal und von der Schwierigkeit her zwischen den beiden anzusiedeln. Wer sich also nach Bezwingen des Felsenteiges nicht gleich an die volle Dröhnung geben will, der kann sich hier noch etwas ausprobieren. Und wer ein langes Wochenende in Konstein verbringt, hat somit für jeden Tag eine schöne Route.

OBBY Jaegersteig
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Für den Jägersteig parken wir am besten am "Parkplatz Groppenhofer Weiher", der bei Google Maps auch als "Parkplatz Jägersteig" ausgeschrieben ist. Von hier aus überqueren wir die ST2047 und folgen dem Talweg Beixenhart in Richtung Süden. Schon verkündet ein Schild zu unserer Rechten, dass nun der Jägersteig beginnt. Der Pfad ist schmal und führt recht steil bergauf. Der Weg war bei unserer Wanderung im Frühjahr 2021, nicht im besten Zustand. Immer wieder waren Stücke des Pfades abgebrochen und wir mussten direkt am Hang entlang gehen. Der war wiederum recht matschig und teilweise noch mit trockenen Blättern aus dem Vorjahr bedeckt. Somit war der ganze Weg eine schöne Übung in Sachen Trittsicherheit.

Dennoch ist die Wanderung traumhaft schön und zwischen moosüberwachsenen Steinen, frisch aufblühenden Frühlingsblumen und richtiggehenden Tunneln aus kleinen Bäumen kommen wir uns fast wie im Zauberwald vor. Und immer wieder bieten sich auch kleine Aussichtspunkt, wo wir zwischen den niedrig hängenden Ästen hindurch das unter uns liegende Urdonautal bewundern können.

Nach circa einem Kilometer oder etwa dem ersten Drittel der Strecke erreichen wir ein Schild, dass uns den Zwischenabstieg nach Ried anzeigt. Ab hier nehmen die Schwierigkeiten des Steiges deutlich zu, wer sich also schon vom Anfang gefordert fühlt, der hat jetzt noch eine letzte Möglichkeit, die Tour zu überdenken. Wenn wir uns zum Weiterlaufen entscheiden, dann geht es am Schild vorbei rechts über zwei Serpentinen den Berghang hinauf.


Kurz später erreichen wir den Steinturm des Sommerfelsen. Diesen können wir mit einer kleinen Kraxelei erklimmen und den traumhaften Ausblick von seinem Gipfel genießen. Mit der hier befestigten Fahne gibt das auch ein wirklich spektakuläres Foto. Ab jetzt geht es am Hang entlang von Steintürmen zu Felswänden, die immer Höher und beeindruckender werden. Wenn wir zwischen efeuüberwachsenen Steilhängen über mehrere umgestürzte Bäume steigen müssen, ist es ein sicheres Zeichen, dass wir nun am nächsten Highlight der Tour angekommen sind. Vor uns wartet der Felsdurchstieg. Gerade mal so breit wie ein Mensch ist diese Spalte zwischen zwei Felstürmen, die wir jetzt durchqueren müssen.

Der Felsdurchstieg auf dem Jägersteig im Urdonautal
Der Felsdurchstieg auf dem Jägersteig

Es folgt ein weiteres Auf und Ab durch den Zauberwald, bis wir schließlich vor uns eine charakteristische weiße Steilwand sehen. Oben auf dieser wächst eine knorrige alte Kiefer. Das Ganze ist Zeichen für das Erreichen der dritten und letzten markanten Stelle. Hier geht es noch einmal zwischen zwei Felstürmen hindurch. Die sind aber dieses Mal deutlich weiter auseinander. Und diese Stelle ist auch zeitgleich die einzige der ganzen Wanderung, die mit Drahtseilen abgesichert ist. Ein Klettersteigset mitnehmen lohnt sich dafür aber nicht. Das Seil ist hier eher ein hilfreiches Geländer als zur Absicherung zwingend notwendig.

Danach geht es noch ein kleines Stück den Hang entlang, bevor wir beim Felsentor Beixenhart wieder ins Tal absteigen. Diese mannshohe Felsengrotte findet sich direkt vor dem Talweg, auf dem wir schlussendlich zurück zu unserem Parkplatz laufen.

Felsentor Beixenhart, oder Beixenharter Felsen wird diese Grotte genannt
Das Felsentor Beixenhart

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