Search
  • Niklas Kääb

Ein Tag in: Oranjestad, Aruba

Updated: 3 days ago



Während ich mit dem Kreuzfahrtschiff in der Karibik war, war Aruba immer unser erster Anlaufhafen. Die Insel ist bekannt für ihr flaches Terrain, die unerbittlichen Winde und die unberührten weißen Strände, die zu den schönsten der Welt gehören. Außerdem findet man auf Aruba traumhaft türkisfarbenes Wasser zahlreiche Tauchspots rund um die Südküste. Aber auch abseits der üblichen Pfade hat Aruba so einige Highlights zu bieten. Und bei unserem letzten Besuch auf der Insel bin ich mit zwei meiner Kollegen losgezogen, um mir die Sehenswürdigkeiten anzusehen.


Das Radfahren auf Aruba ist eine superangenehme Erfahrung, da man hier überwiegend flaches Gelände hat, was einem das Fahren auf den Straßen mit großer Leichtigkeit ermöglicht. Auch der Verkehr ist deutlich entspannter und die Straßen in einem hervorragenden Zustand, vor allem im Vergleich zu den nördlicheren sogenannten "Windward Iles". Mit einem schnellen Sprint durch die Hauptstadt Oranjestad sind wir gestartet, haben schon bald die bunten Fassaden hinter uns gelassen und fuhren auf dem frisch asphaltierten Radweg unserem ersten Ziel entgegen: dem in der Ferne aufragenden Hooiberg. Normalerweise würde man bei diesem Berg nicht mal von einem sehr hohen Hügel sprechen angesichts der Tatsache, dass es nur 568 normale Stufen braucht, um nach oben zu gelangen, aber hierbei handelt es sich tatsächlich um die zweithöchste Erhebung der Insel, dessen Erklimmen mit einem wahrlich atemberaubenden Blick über das Eiland belohnt wird.


Aber auch wenn man nicht vorhat, diesen Berggipfel zu bezwingen, so ist doch die ganze Landschaft rund um den Hooiberg interessant und schön genug. Die schmalen Straßen sind umgeben von ganzen Kakteenwäldern, jeder einzelne Kaktus größer als ein Haus, die hier ähnlich gut wachsen wie anderswo Gras und Sträucher. Dadurch findet die Pflanze auch in der einheimischen Gartengestaltung eine Verwendung als Hecke. Wir folgen der Straße zu unserer nächsten Sehenswürdigkeit: der Casibarai-Felsformation. Diese riesigen Felsbrocken fast in der Mitte der Insel, wurden von den spanischen Entdeckern, welche das Eiland zuerst eroberten, für Orte des Kannibalismus gehalten. Realistischer ist jedoch, dass dieser Platz von den Arawak, die Aruba ursprünglich bewohnten, als Begräbnisstätte und Kultstätte genutzt wurde. Hier blieben wir nur für einen kurzen Fotostopp, bevor es wieder weiter ging. Bis jetzt waren wir der vorgegebenen Route gefolgt, die wir auch während unserer Ausflüge regelmäßig abfuhren, aber bald bogen wie nach Nordwesten Richtung Küste ab. Steile Klippen, rauer Wind und gewaltige Wellen schlagen hier ans Ufer und sind so das komplette Gegenteil von dem, was man sonst von den berühmten Stränden Arubas kennt. Auch die Natur hat sich an diesem unwirtlichen Ort den Gegebenheiten angepasst und so findet man wenige kleine Sträucher und die sich in den Zwischenräumen großer Felsen festklammern. Das Naturschutzgebiet nur auf einer schmalen und holprigen Schotterstraße befahrbar, die uns zur nördlichen Spitze der Insel führt. Dieses Mal machten wir am California Lighthouse Halt und gönnen uns nach bereits rund 30 Kilometern in den Beinen einen eiskalten und wohltuenden Kokosnuss-Froozie. Nach dieser erholsamen Pause fuhren wir an der Ostküste entlang weiter zum berühmten Eagle Beach. Dort blieben wir aber wieder nur für ein Foto, da wir uns nicht unter die Touristenmassen mischen wollten. Weiter fuhren wir zum weitaus weniger frequentierten Divi Beach und nach einem Bad im erfrischenden Wasser noch mit einem Kühlen Getränk erfrischten. Danach radelten wir zurück zu unserem Schiff und machten Schluss für den Tag.


Recent Posts

See All
Want to get an update every time we post something new?
Enter your email to subscribe to our mailing list. 

© 2019 by AdventTour.