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  • Niklas Kääb

Wandern von Deisenhofen nach Schäftlarn

Aktualisiert: Feb 1



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You can download the GPS Track here

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Wieder ist eine Woche vergangen und abermals betrachten wir eine Wanderung in der Münchner Umgebung. Diese Tour ist ein wenig kürzer als die letzte, über die ich auf diesem Blog erzählt habe. Jedoch hat diese Wanderung keine Möglichkeit, um sie einfach abzukürzen. Daher kann ich diese Tour auch nur für Wanderer empfehlen, die sich sicher sind, dass sie die volle Distanz schaffen. Jedoch solltet ihr euch nicht zu viele Sorgen machen, denn die Route ist insgesamt sehr einfach. Nur wenige Höhenmeter müssen überwunden werden und die Wege sind dauerhaft leicht gangbar und in gutem Zustand.

Aber von Anfang an. Vom Münchner Stadtzentrum aus brauchen wir eine kurze Fahrt mit der S-Bahn, bis wir an der Station Deisenhofen ankommen. Von hier aus folgen wir eine Weile dem Bürgersteig parallel zu den Bahngleisen. Der Weg, den wir nehmen wollen, ist gleich von Beginn an gut ausgeschildert. Wir müssen nur den grünen Pfeilen folgen, die uns schon genau in die Richtung unserer Wanderung leiten. Es dauert nicht lange, bis einer dieser Wegweiser entdecken, die uns nach rechts in die Stefanienstraße führen. Und wenn wir dieser bis zu ihrem Ende gefolgt sind, stehen wir schon am Anfang der Schotterstraße, die uns hinab ins Gleißental bringt.

Früh Morgens im Gleißental

Für die nächsten acht Kilometer müssen wir nur dem Weg durch das enge Tal zu folgen. Dennoch gibt es hier jede Menge zu entdecken. Gleich nach dem ersten Bergabstück passieren wir einen alten Steinbruch. So lange ist dieser schon nicht mehr genutzt, dass er mittlerweile gut überwachsen ist. Die steinernen Wände in Verbindung mit wild wuchernden Moos und Gräsern geben dem ganzen eine verwunschene Atmosphäre. Mann kann sich gut vorstellen, wie hier nachts die Waldhexen um ein Lagerfeuer tanz. Sollte man mit Kindern unterwegs ist, dann kann man diese Geschichte gerne zur Spannungssteigerung erzählen. Wenn man hier bei etwas wärmeren Wetter vorbeikommt, so kann man an den steinernen Steilwänden auch super bouldern. Weiter geht es durch das enge Tal, immer auf einem gut gangbaren Schotterweg. Wer hier aufmerksam unterwegs ist, der kann im Schnee die Spuren von Rehen und Wildschweinen entdecken. Und immer wieder passieren wir kleine Tümpel, die zwar jetzt im Winter zugefroren sind, aber dem interessierten Wanderer dennoch einen Grund für einen kurzen stop geben. Nach etwa vier Kilometern in der Nähe des Dorfes Ödenpullach müssen wir zum ersten Mal eine Autostraße überqueren. Hier sollte man etwas vorsichtig sein, da die Querung genau am tiefsten Punkt einer kurvigen Straße liegt und Autofahrer einen dadurch erst sehr spät sehen können.

Der zugefrorene Deininger Weiher

Nachdem wir die Straße gequert haben, geht es für weiter vier Kilometer durch das Gleißental. Der Weg ist jetzt ein wenig wilder mit Wurzelwerk, das stellenweise durch den Pfad bricht. Dennoch kommen wir immer noch gut voran und nähern und langsam unserem ersten Zwischenziel. Wenn die Zahl der kleinen Tümpel neben den Weg so zunimmt, dass wir schon fast einen Bach haben, dann wissen wir: Der Deininger Weiher ist nicht mehr weit. Ein zweites Mal müssen wir eine Fahrstraße überqueren, dann befinden wir uns am Nordufer des Sees. Hier können wir eine kleine Pause einlegen, um über den Weiher zu blicken. Und wir können am "Waldhaus Deiniger Weiher" eine Mahlzeit erwerben. Die gibt es aufgrund von Corona zwar nur to go, aber nach der Anstrengung bis hier her ist es immer noch eine willkommene Stärkung. Ebenso können wir uns jetzt an dem Gedanken erfreuen, dass wir schon die Hälfte der Tour geschafft haben.

Kurz nach dem Deininger Weiher

Mit diesem Wissen geht es jetzt leichter voran und so folgen wir dem Westufer des Sees. Immer wieder haben wir hier schöne Ausblicke über den Weiher und das daran angrenzende Moor. Am Südende des Sees biegen wir schließlich in den Wald ab und laufen nun ein Stück über eine asphaltierte Straße. Wenn allerdings in einer Kurve das Dorf Deining in Sicht kommt, dann wechseln wir nochmals nach links auf einen kleinen Feldweg. Dieser führt uns um die Stadt herum, bis wir schlussendlich bei der Kirche St. Nikolaus in den Ort eintreten. Hier gäbe es auch die einzige Möglichkeit, die Tour abzubrechen. Etwa einmal pro Stunde fährt ein Bus von Deining nach Grünwald. Da das wiederum bedeutet, dass im Zweifel sehr lange auf den Omnibus gewartet werden müsste, kann ich diese Option nicht wirklich empfehlen.

Kurz vor Deining

An der Kirche können wir die Straße queren und danach geht es wieder über Feldwege und zum erstem mal auf dieser Tour ein wenig bergauf. Auf dem Gipfel unseres Hügels angekommen, hätten wir bei gutem Wetter einen schönen Ausblick auf die Alpen. Doch auch so ist die schöne Winterlandschaft hier auf jeden Fall ein Foto wert. Wir wandern ein wenig weiter am Waldrand entlang, vorbei an mehreren Bauernhöfen, bis es schließlich über den Schindergraben bergab ins Isartal geht. Hier müssen wir noch den Fluss überqueren und ein kurzes Stück neben der Straße laufen, bis wir am Kloster Schäftlarn angekommen sind. Und von dort geht es wieder über schmale Pfade Bergauf bis wir die S-Bahn Station Ebenhausen-Schäftlarn am Hochufer erreichen.

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